Die Projekte von Zukunft für Steng Hau e.V.

Letzte Aktualisierung: 6. Dezember 2017

Projekt "Bildungshütte für Steng Hau"

Erfahrt hier mehr über unser neues Projekt.

Entwicklung braucht Bildung - Bildung braucht Geld

Projekt "Englischklassen in Steng Hau"

Nur durch breiten Zugang zu Bildung ist es möglich, eine materielle Grundversorgung und ein gerechtes Gesellschaftssystem dauerhaft zu erreichen. In Kambodscha müssen mehr als 3/4 der Bevölkerung mit weniger als 2 US$ pro Tag auskommen. Gut 1/3 der Bevölkerung haben sogar nur weniger als 1 US$ am Tag zur Verfügung. Unter diesen Umständen ist den meisten Menschen in Kambodscha der Zugang zu Bildung verschlossen. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, diesen Teufelskreis zu durchbrechen!

Steng Hau ist eine ländliche Gegend in Kambodscha, 30 km nördlich der Küstenstadt Sihanoukville. Für Englischunterricht - der in Kambodscha unabdingbare Voraussetzung ist, um der Armut zu entrinnen - müssten die Kinder von Steng Hau ihre Gegend und ihre Familien verlassen, was die ohnehin kaum noch vorhandenen Familienstrukturen noch mehr zerstören würde.

Der Verein "Zukunft für Steng Hau e.V." hat sich als erstes großes Projekt vorgenommen, verlässlichen und kompetenten Englischunterricht in Steng Hau zu ermöglichen. Eine erste Schulklasse hat den Unterricht am 1. September 2006 mit Spendengeldern begonnen, noch bevor "Zukunft für Steng Hau" sich als Verein konstituiert hatte. Seit der Gründung des Vereins Anfang 2007 wurde die Anzahl an Englischklassen kontinuierlich erweitert auf mittlerweile sieben Klassen. Insgesamt besuchen damit inzwischen etwa 200 Mädchen und Jungen zwischen 12 und 16 Jahren unsere Englischklassen. Der Englischunterricht findet sechs Mal in der Woche für eine Stunde am späten Nachmittag statt.

Vor Ort wird der Unterricht von dem kambodschanischen Projektleiter Thet organisiert. Thet ist unter anderem Mitarbeiter der Hilfsorganisation 'M'lop Tapang'. Thet kennt die Region, die Arbeit von Hilfsorganisationen und verfügt über den Enthusiasmus und die Durchsetzungskraft, die für den Erfolg eines solchen Projektes notwendig sind.

Warum gerade Englisch?

Wer sich in Deutschland über ein beliebiges Thema informieren möchte, findet eine große Auswahl an hervorragenden Büchern, Zeitungen, Zeitschriften, Internet-Seiten, Vorträgen, Seminaren usw. in deutscher Sprache. Egal, ob es sich um wissenschaftliche Themen wie „Die Physik der Quantenmechanik“ oder um Alltagsfragen wie „Mein Kind hat Fieber, was kann ich tun?“ oder „Meine Tomaten wachsen nicht richtig, wer weiß Rat“ handelt, man wird fündig.

Möchte man in Deutschland einen guten Film sehen, so findet man synchronisierte Filme aus aller Welt. Und auch im Berufsleben kommt man mit Deutsch gut zurecht. Deutschland hat eine große und ausdifferenzierte Wirtschaft, und es gibt jede Menge Jobs, die man ohne jede Fremdsprachenkenntnis ausüben kann.

Nicht so in Kambodscha. Die eigene Wirtschaft liegt seit der Zeit der Roten Khmer brach und wird erst langsam mit westlicher Hilfe wieder aufgebaut – die Kommunikation findet dabei selbstverständlich auf Englisch statt. Kambodschas Intellektuelle wurden während der Pol-Pot-Zeit systematisch umgebracht. Erst langsam wächst eine neue Generation gebildeter Kambodschaner heran. Auch hier kommt viel Unterstützung aus dem Ausland, und wieder ist die Sprache, in der man sich verständigt, Englisch. Zudem gibt es wenig gedruckte Information auf Khmer, der Landessprache Kambodschas.

Daher ist jeder, der sich auch nur halbwegs informieren möchte, auf Englisch angewiesen. Und auch jeder, der eine andere Arbeit als die eines Fischers oder Reisbauern ausüben möchte oder möglicherweise muss, weil die Fischerei und der Anbau von Reis allein die Familien nicht mehr ernährt, muss wenigstens ein Minimum an Englischkenntnissen mitbringen, um vielleicht einen Job im Tourismus oder als Motorradtaxifahrer bekommen zu können.

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